„Careers for Future: wie wir Jugendliche für die Berufsorientierung begeistern können…?

Eine Vielzahl an Ausbildungsberufen und Studiengängen stehen Schülerinnen und Schülern mit Hochschulzugangsberechtigung offen. Hier kann die Wahl schnell zur Qual werden. Um die Jugendlichen in ihrer beruflichen Orientierung bestmöglich zu unterstützen, hat die VME-Stiftung Osnabrück-Emsland in der vergangenen Woche den Online-Fachvortrag „Careers for Future: wie wir Jugendliche für die Berufsorientierung begeistern können“ für Gymnasiallehrkräfte, Fach- und Berufsberaterinnen und -berater sowie Ausbildungsverantwortliche angeboten.

In einem Impulsvortrag zeigte Katja Driesel-Lange, Professorin an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster, kurzweilig und interaktiv auf, welche Kriterien Jugendlichen bei der Berufswahl wichtig sind, welche Berufswünsche sie haben und wie man sie in ihrer Berufsorientierung (BO) und Persönlichkeitsentwicklung unterstützen kann. Dabei hob die Impulsgeberin eingangs positiv hervor, dass die jungen Menschen sehr hoffnungsvoll und vor allem wachsam in die Zukunft sähen. „Besonders wichtig sind ihnen ein sicherer Arbeitsplatz sowie die Sinnhaftigkeit der Tätigkeit. Auch Spaß und Abwechslung seien bedeutende Kriterien“, merkt die Professorin an. Zwar hätten sich die Zukunftsgedanken der Jugendlichen verändert, dennoch zählten bei ihnen nach wie vor die traditionellen Berufe wie Lehrkraft oder Ärztin/Arzt zu den Top-Berufswünschen. Daran aufgreifend erläuterte sie, was die Achtung und Anerkennung eines Berufs ausmachten und welche Rolle positives Image bei der Berufswahl spiele. Bevor die rund 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmer das neu erworbene Wissen in zwei anschließenden Workshops vertiefen konnten, zeigte die eloquente Rednerin, wie junge Menschen für Berufsorientierung begeistert werden können. „Auch wenn Berufsorientierung Aufgabe des gesamten Kollegiums ist, nicht jede Schülerin oder Schüler möchte mit seiner Mathelehrkraft über seine berufliche Zukunft diskutieren“, merkte sie dabei augenzwinkernd an. Berufsorientierung an der Schule funktioniert am besten, wenn in einem BO-Team unterschiedliche Personen differenzierte Rollen einnehmen können, die auch zu den Bedarfen der Jugendlichen passen.

Am Ende der Veranstaltung gab es positives Feedback und lobende Worte der Teilnehmenden für den aufschlussreichen Vortrag. Der Moderator Steffen Vogt, Projektkoordinator der VME-Stiftung, brachte es auf den Punkt: „Sie haben uns hervorragende Anknüpfungspunkte und neue Ideen gegeben, wie wir Jugendliche in ihrer Berufswahlentscheidung erfolgreich und begeisternd begleiten können, wobei wir uns auf die Individualität jedes Einzelnen einstellen müssen“, hielt er abschließend fest und dankte der Impulsgeberin für den wertvollen Austausch.