Berufsorientierung in Corona-Zeiten

Berufliche Orientierung ist in Zeiten von Corona ein schwieriges Thema. Zahlreiche Veranstaltungen oder Praktika können gar nicht oder nur begrenzt stattfinden. Umso besser, dass acht Schülerinnen und vier Schüler des 12. Jahrgangs des Lise-Meitner-Gymnasiums aus Neuenhaus kürzlich die Chance nutzen konnten, Genaueres über das Berufsbild des Ingenieurs zu erfahren. Wie sehen typische Aufgaben und Arbeitsplätze in diesem Tätigkeitsbereich aus? Passen die eigenen Neigungen und Fähigkeiten zu den beruflichen Anforderungen? Antworten auf diese und weitere Fragen erhielten die Jugendlichen unter Einhaltung der Hygienevorschriften im Berufsorientierungsseminar der VME-Stiftung Osnabrück-Emsland in der Schule. Mit diesem Seminar leistet die Bildungsstiftung der regionalen Metall- und Elektroindustrie an zahlreichen Gymnasien in Stadt und Landkreis Osnabrück, im Emsland und in der Grafschaft Bentheim Hilfestellung bei der Studien- und Berufswahl – unterstützt wird sie hierbei von der Agentur für Arbeit Osnabrück bzw. Nordhorn.

Kleine, coronabedingte Änderungen zum sonst üblichen Ablauf gab es allerdings doch: Anstelle des nachmittäglichen Besuchs bei einem Unternehmen inkl. eines Gesprächs mit Ingenieuren vor Ort, kam dieses Mal ein Ingenieur in die Schule. Eike Teipen von der Neuenhauser Maschinenbau GmbH informierte den naturwissenschaftlich-technisch interessierten Nachwuchs über seinen Werdegang und seine Tätigkeit bei seinem Arbeitgeber. Nach seinem Bachelorabschluss im Bereich Pharmatechnik schwenkte er im Master um zu Elektrotechnik. In seiner jetzigen Tätigkeit hat er wiederum viele Berührungspunkte mit dem Bereich Informatik. Dies war für die Schülerinnen und Schüler nicht nur ein interessanter Einblick. Es zeigte vor allem auch, dass Wege in der Berufsorientierung nicht immer gerade sein müssen, sondern sich an den persönlichen, durchaus wandelnden eigenen Interessen orientieren sollten.